Kräuterküche - Lärchensirup
Richtig gelesen: Junge Lärchentriebe kann man tatsächlich frisch vom Baum essen. Im Mai sind die Triebe noch jung und weich und schmecken frisch, harzig und ein wenig nach Zitrone. Ein besonderer Naturgenuss, der direkt vom Baum am besten schmeckt.
Wer den einzigartigen Geschmack der jungen Lärche mit nach Hause nehmen und für später bewahren möchte, kann daraus einen aromatischen Lärchensirup herstellen. Dieser eignet sich wunderbar als erfrischender Durstlöscher und bringt ein Stück Natur aus den Bergen ins Glas.
Wir zeigen euch, wie ihr den Lärchensirup ganz einfach selbst zubereiten könnt.
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
Ziehzeit: 1 Tag
Schwierigkeit: leicht
Ergibt: 2 Flaschen Sirup
Zutaten für den Lärchensirup
- 1 kg Zucker (am besten brauner Zucker oder Rohrzucker)
- 2 Handvoll junge rote Lärchenzapfen
- 2 Handvoll junge frische Lärchentriebe
- 1,5 Liter Wasser
- Saft einer Zitrone
Zubereitung des Lärchensirups
1. Zuckerwasser vorbereiten
Das kalte Wasser in einen Topf geben und langsam erwärmen. Den Zucker hinzufügen und im Wasser auflösen. Das Wasser dabei noch nicht zum Kochen bringen.
2. Lärchentriebe und Zapfen vorbereiten
Die Lärchenzapfen und die jungen Triebe vorsichtig waschen und mit einem Küchentuch trocken tupfen. Die Zapfen halbieren, damit sie ihre natürlichen Aromen besser an den Sirup abgeben können.
3. Sirupansatz herstellen
Die vorbereiteten Lärchentriebe und Zapfen in den Topf geben und alles gemeinsam etwa 3 Minuten aufkochen lassen. Danach ist der Sirupansatz fertig.
4. Sirup ziehen lassen
Den Ansatz zugedeckt einen Tag lang ziehen lassen. Am besten bleibt er direkt im Topf, da dieser später noch einmal benötigt wird.
5. Lärchensirup fertigstellen und abfüllen
Am nächsten Tag den Topf mit dem Ansatz wieder auf den Herd stellen und einmal kurz aufkochen lassen. Danach den Sirup etwa 15 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.
Die Zitrone auspressen und den Saft zum Sirup geben. Nun wird der heiße Sirup weiterverarbeitet. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann dabei Küchenhandschuhe verwenden.
Eine Schüssel oder einen weiteren Topf sowie ein feines großes Sieb vorbereiten. Falls kein feines Sieb vorhanden ist, kann auch ein gröberes Nudelsieb mit einem durchlässigen Küchentuch ausgelegt werden. Dieses filtert den Sirup besonders gut.
Den Sirup durch das Sieb abseihen und noch heiß in Flaschen füllen. Die Flaschen sofort verschließen.
Wichtig: Egal was wir in der Natur sammeln, es gilt immer sorgsam damit umzugehen. Nie zu viel nehmen und immer auf Nachhaltigkeit achten. Nur so können wir die Schätze der Natur lange genießen.
Sommertipp: Latschendrink mit Lärchensirup
Der selbst gemachte Lärchensirup eignet sich wunderbar für einen erfrischenden Sommerdrink.
20 ml Südtiroler Latschenspitz von Walcher mit 20 ml selbst gemachtem Lärchensirup in ein Glas geben. Anschließend 200 ml Sodawasser, Eiswürfel, einige Blätter frische Minze und Zitronenscheiben dazugeben.
Ein wunderbar erfrischender Drink mit dem Geschmack der Alpen.
Häufige Fragen zum Lärchensirup
Wie schmecken junge Lärchentriebe?
Junge Lärchentriebe schmecken frisch und harzig mit einer leicht zitronigen Note. Im Mai sind sie noch weich und angenehm zu essen.
Wann kann man junge Lärchentriebe sammeln?
Junge Lärchentriebe sind im Mai besonders geeignet, da sie zu dieser Zeit noch jung und weich sind.
Kann man Lärchentriebe direkt vom Baum essen?
Ja, junge Lärchentriebe können frisch vom Baum gegessen werden. Sie schmecken besonders gut, wenn sie ganz frisch gesammelt werden.
Wie wird Lärchensirup hergestellt?
Für Lärchensirup werden junge Lärchentriebe und junge rote Lärchenzapfen in einem Zucker-Wasser-Ansatz aufgekocht und anschließend einen Tag lang gezogen. Danach wird der Sirup nochmals erhitzt, mit Zitronensaft verfeinert, gefiltert und heiß abgefüllt.
Wofür kann man Lärchensirup verwenden?
Lärchensirup eignet sich als Durstlöscher und kann beispielsweise für einen erfrischenden Sommerdrink mit Sodawasser, Eiswürfeln, Minze und Zitronenscheiben verwendet werden.
Warum sollte man beim Sammeln von Lärchentrieben vorsichtig sein?
Beim Sammeln in der Natur sollte immer darauf geachtet werden, nicht zu viel zu entnehmen und nachhaltig mit den natürlichen Schätzen umzugehen. So bleibt die Freude an den Pflanzen lange erhalten.
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